Region Uthlande
Die Region
Mit dem Begriff Uthlande wurde bereits vor
Jahrhunderten das dem Festland vorgelagerte
außerhalb oder draußen gelegene Land bezeichnet.
Die heutige Gestalt der Region mit den Geestinseln
Sylt, Föhr und Amrum, den Marschinseln Pellworm
und Nordstrand sowie den Halligen ist das Ergebnis
von jahrhundertelangen Prozessen:
Meeresspiegelanstieg, Gezeitenwechsel und
Sturmfluten, Landverluste und Sedimentum-lagerungen.
Noch im Mittelalter waren weite Teile des heute
überfluteten Bereiches besiedelt.
Heute leben und arbeiten hier mitten im Wattenmeer
an der Westküste Schleswig-Holsteins fast 36.000
Menschen auf 320 qkm. Diese Insel- und Halligwelt
im nordfriesischen Wattenmeer ist als Natur- und
Kulturraum weltweit einzigartig.
Region Uthlande
Die Partnerschaft
Mit ihrem Regionalen Entwicklungskonzept hat sich
die Region für die Teilnahme am Programm „Regionen
aktiv“ des Bundesministeriums für Verbraucherschutz,
Ernährung und Landwirtschaft qualifiziert. Zur
Umsetzung des Programmes „Regionen aktiv“
wurde die Regionale Partnerschaft Uthlande e. V.
am 26. März 2002 gegründet.
Zu den Gründungsmitgliedern zählen alle Gemeinden,
Ämter und Städte der nordfriesischen Inseln und
Halligen, eine Reihe von privaten Akteuren aus der
Region sowie einigen
Institutionen mit Hauptsitz außerhalb, aber ihrem
Wirkungskreis in der Region.
Region Uthlande
Das Programm
Leitbild dieser Modellregion ist das Ummünzen der
nachteiligen geographischen und wirtschaftlichen
Randlage in Vorteile. Dies soll durch die Förderung der
qualitäts-orientierten Landwirtschaft und des lokal angepassten
Tourismus sowie die verstärkte Integration von
Natur-schutzaufgaben und die ländliche
Wirtschaftsförderung realisiert werden. Ziele sind die
Schließung von Wirtschaftskreisläufen,die Veredelung
regionaler Produkte und die Weiterentwicklung vorhandener
Fähigkeiten und Fertigkeiten. Durch intensive
Kommunikation und Beteiligung von Akteuren und
Bürgern soll gleichzeitig das regionsbezogene
Identitätsgefühl der Region Uthlande gestärkt werden.
Die Handlungsfelder umfassen insbesondere die
Bereiche flächenhafter Küstenschutz, Naturschutz, qualitätsorientierte
Landwirtschaft und Verarbeitung landwirtschaftlicher
Produkte, Vermarktung regionaler Produkte,
lokal angepasster Tourismus, regenerative Energien,
Bildung und Kultur, neue Medien und Infrastruktur. Sie
bilden und stärken die regionale Identität der Uthlande.